Gusskessel als moderne Zentralheizungskessel

Gusskessel in der Geschichte des Heizens

Gusskessel und seine GeschichteIn der Geschichte des Heizens spielt auch ein Gusskessel, oder besser gesagt, ein Gussgliederkessel eine bedeutende Rolle. Relativ kurz nach der Entwicklung der ersten Warmwasserheizung im Jahre 1716 und nach der Einführung gusseiserner Heizkörper im 19. Jahrhundert wurden die ersten Gusskessel als Zentralheizungskessel gefertigt. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden immer mehr Gussheizkessel für feste Brennstoffe als Heizung eingesetzt. Damals waren es ziemlich einfache, robuste Konstruktionen und viele Alternativen gab es nicht. Besonders im Zeitalter der offenen Heizsysteme schlug sich Guss als Kesselwerkstoff gut durch. Bis sich eine Zentralheizung und damit auch Gusskessel allgemein durchsetzte, dauerte es noch einige Jahre. Nach 1970 kam der große Ölpreisschock, der eine rasante Entwicklung in der Heizungstechnik brachte und die Position der Gusskessel als Heizkessel für alternative Energiequellen stärkte. Zuletzt wurden die Gussgliederkessel durch neue Entwicklungen, wie moderne Stahlkessel, Brennwertgeräte und Wärmepumpen, und auch durch Emissionsvorschriften vom Markt abgedrängt. Dank der immer noch großen Nachfrage und der ständigen Produktentwicklung, können die Gusskessel wieder mit anderen Produkten den Kampf um den Markt aufnehmen.

Wie ist ein Gusskessel aufgebaut?

Gusskessel und sein AufbauAus technischen Gründen bestehen Gusskessel nicht nur aus einer Einheit, sondern sie werden aus einzelnen Gussgliedern zusammengesetzt. Die Gussglieder haben Hohlräume in sich, in den das Heizwasser aufgenommen wird, und spezielle Formen, die nach der Zusammensetzung die Brennkammer und Abgaszüge bilden. Ein Gusskessel besteht aus folgenden Gliedern:Vorder- und Hinterglied und Mittelglieder. Das Vorderglied enthält die Fülltüren und eventuell Reinigungsöffnungen, das Hinterglied ist mit Wasseranschlüssen, einem Abgasanschluss und auch eventuell mit Reinigungsöffnungen ausgestattet. Die mittleren Glieder bilden die Brenn- und Abgaskammer. Konische Nippel, Dichtschnüre und Dichtmassen sorgen dafür, dass die einzelnen Kesselglieder verbunden werden und wasserseitig sowie abgastechnisch dicht bleiben. Durch die Anzahl der Mittelglieder wird die Heizleistung vom Gusskessel bestimmt.

 

Kann ein Gusskessel für Festbrennstoffe die aktuelle BImschV. erfüllen?

Die Technik macht es möglich. Bei automatisch beschickten Gusskesseln war und ist es wie bei Stahlkesseln kein Problem. Anders sieht es aber bei handbeschickten Heizkesseln aus Gusseisen. Gusskessel für Festbrennstoffe, wie Holzvergaserkessel oder Kohlekessel bedürfen spezieller technischer Lösungen, um die geltende Emissionsverordnungen zu erfüllen. Firma Viadrus geht hier mit einem guten Beispiel voran und brachte bereits Gusskessel auf den Markt, die die BImSchV. von 2015 erfüllen. Im Bereich der Holzvergaserkessel setzt sich der Viadrus Lignator durch. Eine revolutionäre Lösung im Bereich der Naturzugkessel bietet der Hersteller mit U 32, dem Gusskessel für Festbrennstoffe. Der Viadrus U 32 ist sozusagen eine Wiedergeburt eines Naturzugkessels.

Was spricht für einen Gusskessel?

Die Gusskessel, die heute auf dem deutschen Markt angeboten werden, sind natürlich auf einem sehr hohen technischen Niveau, wodurch die Zulassung für den Markt erlangt wurde. Ein Gusskessel kann genauso hohe Effizienz wie ein Stahlkessel haben, der Bedienkomfort ist auch nicht schlechter. Der Schornsteinfeger kann abgastechnisch auch nichts negatives über einen modernen Gusskessel sagen. Das Wichtigste wurde aber bereits in der Vergangenheit bewiesen. Gusskessel sind einfach sehr robust und langlebig. Sie erfreuen sich heute noch eines hervorragenden Rufs als unverwüstliche gusseiserne Heizkessel, denn weder schlechte Qualität des Brennstoffs noch hohe Betriebstemperaturen können dem Gusskessel etwas ausmachen.