Was Sie über einen Holzvergaserkessel wissen sollten

Holzvergaserkessel Bild 1 Wer daran denkt, in seinem Haus mit Holz zu heizen, findet neben einigen Möglichkeiten auch einen Holzvergaserkessel vor. In solch einem Holzkessel wird mit trockenem, naturbelassenem Scheitholz gefeuert, was den Vorteil hat, dass diese Art der Holzheizung in den Bereich der erneuerbaren Energien fällt und somit bei gelisteten Heizkesseln staatlich gefördert wird.

Ein Holzvergaser kann natürlich als Alleinheizung eingesetzt werden, jedoch wird er meistens als Zusatzheizung zur Entlastung der bestehenden Öl- oder Gasheizung verwendet. Diese Kombination ermöglicht dem Betreiber ein kostengünstiges und umweltfreundliches Heizen mit nachwachsendem Brennstoff, wobei die Öl- oder Gasheizung bei längerer Abwesenheit des Betreibers oder im Sommer für die Brauchwasserbereitung für die Wärmeerzeugung sorgen kann.

 

Wie funktioniert eine Holzvergaserkessel?

Um die Funktion zu verstehen, muss zunächst der Aufbau eines Holzvergasers erklärt werden. Grundsätzlich gibt es zwei Bereiche, die durch eine Verbrennungsdüse getrennt sind. In dem ersten Bereich, in der sog. Füllkammer befindet sich der Brennstoff, der nur an der Düse glüht und verbrennt. In der Füllkammer wird das Holzgas aus dem Brennstoff gewonnen und zur Verbrennung durch die Glut in die Düse geleitet. Im zweiten Bereich, in der sog. Brennkammer kommt es zu der fast vollständigen Verbrennung der Holzgase, wobei Temperaturen bis zu 1100°C entstehen können. Die Füllkammer befindet sich bei einem Holzvergaserkessel meistens über der Brennkammer und die Flamme richtet sich nach unten.

Holzvergaserkessel Bild 2Der ganze Verbrennungsprozess besteht aus mehreren Stufen. Die erste Stufe ist die Brennstofftrocknung und die Holzgasbildung. Die zweite Stufe ist die Verbrennung der Holzgase in der Verbrennungsdüse und der schamottierten Brennkammer. Danach gelangen die heißen Abgase in den Wärmetauscher, in dem die Wärme ans Wasser übertragen wird. Diese Art der Holzverbrennung sorgt bei einem Holzvergaserkessel für eine stabile, emissionsarme und sehr effiziente Energiegewinnung.

Ein Holzvergaser muss von Hand bestückt werden und in der Füllkammer befindet sich große Brennstoffmenge, daher kann die Verbrennung nicht gestoppt werden, wie es der Fall bei z.B. Öl- oder Pelletheizung ist. Solange sich der Brennstoff im Heizkessel befindet, wird Energie erzeugt. Diese Energie muss abgegeben werden, um den Vorteil der Umweltfreundlichkeit und der hohen Effizienz nicht zu verlieren. Daher ist es ein Muss, eine Holzvergaserheizung immer mit einem entsprechend dimensioniertem Pufferspeicher zu kombinieren. Der Pufferspeicher nimmt die überschüssige Energie auf, die das Haus nicht mehr verwenden kann, und er kann sie später, wenn der Holzvergaserkessel aus ist, für die Wärmeabnahme im Haus zur Verfügung stellen. Durch den Einsatz eines Pufferspeichers muss der Heizkessel nicht ständig betrieben werden und seine Betriebszeit beläuft sich in der Regel auf 4-6 Stunden, wonach sich die Energie für weitere Stunden im Pufferspeicher befindet. Bei einer richtigen Auslegung reicht es in der Heizsaison max. 2 Mal am Tag zu heizen.

Der Brennstoff für die Holzvergaserheizung

Holzvergaserkessel Brennstoff Bild 3Für Holzvergaserkessel ist der richtige Brennstoff von sehr großer Bedeutung. Das Scheitholz muss gespalten sein, richtige Länge haben und vor allem trocken sein. Die Restfeuchte darf hier nicht höher als 20% sein. In der Regel benötigt das Holz etwa 2 Jahre, um genug trocken zu werden. Nach etwa 8 Monaten Lagerungszeit beginnt das Holz, die Feuchtigkeit aus der Luft wieder aufzunehmen. Erst ab dem 14. Monat können einige Holzarten eine Restfeuchte unter 20% erreichen. In vielen Fällen ist erst ab dem 21 Monat möglich. Das Holz soll da gelagert werden, wo es sonnig und luftig ist und wo die Stelle vor dem Regen geschützt ist.

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